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Um der großen Dame documenta das Fridericianum ganz zu überlassen hat der Kasseler Kunstverein sein KunstVereinsHeim vorübergehend in der Werner-Hilpert-Str. 23 eingerichtet. Und wie es bei einem Umzug so ist, leben wir eine Zeit lang provisorisch und aus dem Koffer. So haben wir die drei ehemaligen Läden – einer davon war bezeichnenderweise ein Reisebüro – nur provisorisch übernommen: Sie, die Besucher, treten ein in einen komplex eingerichteten Umzugskarton, der unseren Kunstvereinsladen und das Büro enthält. Von dort aus gelangen sie in den Treffpunkt, dessen Wände mit Malervlies ausgeschlagen sind. Auf der anderen Seite des Hauseingangs finden sie den dritten Laden, den eine große Bildertransportkiste ausfüllt. In ihr werden wir unser Programm >>>t>>r>a>n s zeigen, 7 jeweils 10-tägige Ausstellungen sehr unterschiedlicher Künstler/innen.
Am Samstag, den 19. Mai um 18 Uhr – bei Rotlicht und noch ganz ohne Ausstellung – ist Einrichtfest. Sie sind herzlich eingeladen.
Idee und Realisation für das KunstVereinsHeim hatten – neben dem Vorstand – Werner Demme und Meinrad Ladleif.
Zum zweiten Mal richtet der Kasseler Kunstverein im documenta-Jahr 2012 wieder das KasselerKunstVereinsHeim ein. Es liegt diesmal in der Werner Hilpertstrasse, nahe dem Kulturbahnhof und damit einem zentralen Ort der dOCUMENTA(13). Gemäß dem temporären Charakter dieses Spielortes werden den Sommer über unter dem Stichwort >trans, … (lat.) quer, hinüber, hindurch, jenseits< sieben Ausstellungen gezeigt.
Auf sehr unterschiedliche Weise gehen die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler mit dem um, was es heißt, keinen Ort zu haben, einen Ort zu suchen oder sich einen Transitraum zu schaffen. Unorte können Eingriffe in Orte oder Verhaltensweisen sein, die die gewohnten Verhältnisse verschieben, können Reisen sein, die den Reisenden aus seinen eingefahrenen Bedingungen reißen, können Kriege sein, die alles zerstören, was sicher zu sein schien, können provisorische Behausungen sein oder Träume Obdachloser von einem Haus, das Zuhause heißt, können aber auch Zeitschriften, Flugblätter und Bücher sein, in und auf denen sich einschreibt, was sonst verloren oder unmöglich wäre. Der Ausstellungsraum im KasselerKunstVereinsHeim bietet dafür einen Ausstellungs-Container, der auch nur vorübergehend in ein ehemaliges Reisebüro hineingestellt wird.
Teilnehmende Künstler und Künstlerinnen