„Idee und Praxis der Kunstvereine“ ist Immaterielles Kulturerbe

Wir freuen uns über die Aufnahme der Kunstvereine in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO Kommission und die damit verbundene Wertschätzung unserer Arbeit.

Als Immaterielles Kulturerbe gelten lebendige kulturelle Traditionen und Ausdrucksformen, die durch das Engagement seiner Träger*innen lebendig und zukunftsorientiert gehalten, weiterentwickelt und weitergegeben werden. Ziel ist, die Vielfalt des lebendigen Kulturerbes in Deutschland zu erhalten, zu pflegen und zu fördern.
Das für die Auswahl zuständige Expertenkomitee der Deutschen UNESCO Kommission würdigt in seiner Begründung die wichtige gemeinwohlorientierte Trägerfunktion der Kunstvereine in der praktischen Vermittlung ästhetisch-kultureller Bildung. Ihre Vielfalt trage maßgeblich zur Diversität der Kunstlandschaft und Gesellschaft bei. „Ursprünglich dem Bürgertum vorbehalten, fördern Kunstvereine heute eine offene Teilhabe und tragen Kunst in breite Gesellschaftsschichten. Als urbane und moderne Akteure der Vernetzung nehmen sie an Diskursen zeitgenössischer Kunst teil und treiben diese an. Dabei pflegen sie ein Demokratieverständnis, das für den Erhalt eines lebendigen und vielfältigen Kulturerbes wichtig ist.“


Die ersten Kunstvereine wurden zwischen 1792 und 1840 vom aufstrebenden Bürgertum gegründet, der Kasseler Kunstverein im Jahr 1835. Heute sind in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) im deutschsprachigen Raum rund dreihundert Kunstvereine organisiert. Die ADKV hat 2019 den Antrag zur Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes gestellt.

https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe/immaterielles-kulturerbe-deutschland/kunstvereine

 

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