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mit, plane mit, regiere mit!
Ein Forschungsvorhaben
der Projektgruppe REINIGUNGSGESELLSCHAFT
12.
Dezember 2004 bis 6. Februar 2005
Das aktuelle Projekt der
REINIGUNGSGESELLSCHAFT für den Kasseler
Kunstverein
beschäftigt sich mit dem gesellschaftlichen Wertewandel unter
den Vorzeichen der globalen Ökonomisierung aller Lebensbereiche.
Ausgangspunkt der Ausstellung ist das Wandbild „Projektierung“
von 1965 des Dresdner
Malers Erich Gerlach. Es wurde im Rahmen des Projektes aus der verfallenden
Betriebskantine des ehemaligen VEB Verpackungsmaschinenbau Dresden
geborgen. In Form einer Bodeninstallation mit Spiegel wird das Werk
recycled und aktuelle Themenbezüge befragt. Anhand dieses historischen
Referenzpunktes wird die Thematik in aktuelle Zusammenhänge
gestellt. Dazu wird ein Videointerview mit dem Kunsthistoriker Wolfgang
Ullrich gezeigt. In Kombination dazu kommt ein Videointerview mit
Dr. h.c. Ludwig Georg Braun, Vorsitzender des Vorstandes der B.
Braun AG hinzu. Er nimmt Stellung zu Fragen wie z.B. Wissen als
Wert in das Unternehmensleitbild eingebracht wird, oder welche Anforderungen
der globale Wettbewerb an Mitarbeiter in Unternehmen mit sich bringt.
Ein weiterer Teil der Ausstellung basiert auf einem Workshop, welchen
die REINIGUNGSGESELLSCHAFT mit neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
der B. Braun Melsungen AG durchführte. Die Teilnehmer entstammen
verschiedenen Hierarchieebenen des Betriebes. Mittels eines Visualisierungsprozesses,
der auf der Verwendung von Fotografien und Symbolen basiert, wurden
Wertevorstellungen in Begriffsform bestimmt. In der Ausstellung
sind 45 Bildmodule zu sehen, die als Ergebnis des Workshops entstanden
sind.
Die Ausstellung
ist als ein Denk- und Reflexionsraum konzipiert. Dieser dient einem
kognitiven, auf Erkenntnis gerichteten künstlerischen Prozess.
Die Ausstellung versteht sich als Display der Dokumentation und
Auseinandersetzung. In der künstlerischen Umsetzungen und Präsentation
der Forschungsarbeit im Kasseler Kunstverein ist das Projekt nicht
abgeschlossen, vielmehr soll durch Veranstaltungen in der
Ausstellung
die Diskussion weiterhin offen gehalten werden.
Ausstellung
MONITORING 2004 im Rahmen des
21.
Kasseler Dokumentar- & Videofestes
10
. bis 14. November 2004
Christian
Barthelmes, Berlin
Michaela
Binder, Offenbach
Franziska
Cordes, Kassel
Silvia
Götz, Kassel
Kanal
B, Berlin
Thomas
Köner, Dortmund
Renzo
Martens, Brüssel
Mirko
Martin, Braunschweig
Michael
Maziere, London
Agnes
Meyer-Brandis, Köln
Joanne
Moar, Köln
Benny
Nemerofsky Ramsay, Toronto
Sibel
& Anny Öztürk, Frankfurt
Oliver
Pietsch, Berlin
Andreas
Rose, Bielefeld
Nasan
Tur, Frankfurt
Die
Ausstellung MONITORING befasst sich mit aktuellen raumbezogenen
Positionen der Medienkunst. 
In der Ausstellungshalle
Südflügel des KulturBahnhofs Kassel werden Medieninstallationen
von 16 Künstlerinnen und Künstlern aus 6 Nationen präsentiert.
Die
Medieninstallationen der Ausstellung MONITORING wurden aus über
300 Einreichungen, die anlässlich des 21. Kasseler Dokumentarfilm-
und Videofestes eingegangen sind, ausgewählt. Für die
Auswahl zeichnet sich eine Jury bestehend aus Künstlern, Kuratoren
und Kunstwissenschaftlern verantwortlich, die sich aus Mitarbeitern
des Kasseler Kunstvereins, der Kunsthalle Fridericianum, der Kunsthochschule
Kassel und des Filmladens zusammensetzt. Dieses Kuratorium bildet
seit einigen Jahren ein beispielhaftes lokales Netzwerk unterschiedlicher
Kunst- und Medieninstitutionen. Zu den Förderern der Ausstellung
zählt in diesem Jahr zum ersten Mal die Hessische Kulturstiftung,
die damit die besondere Bedeutung der Medienkunstausstellung MONITORING
in der hessischen Kulturszene bestätigt. Alle ausgestellten
Arbeiten konkurrieren um den mit 2.500 Euro dotierten ,Golden Cube',
den Preis für die beste Medieninstallation, der in diesem Jahr
von der Marli-Hoppe-Ritter-Kunststiftung gefördert wird.

Ausstellung
MONITORING in Kooperation mit dem Kasseler Kunstverein, Kulturdezernat/documenta
Archiv und dem Stellwerk.
BACK TO KASSEL
3 - FOTOGRAFIE
4. September - 14. November 2004
Marian
Drew, Brisbane/Australien
Patrick Huber, Berlin
Stefan Hunstein, München
Christoph Irrgang, Hamburg
Annette Kisling, Berlin
Stefan Koppelkamm, Berlin
Gerhard Lang, Otzberg
Ute Lindner, Berlin
Brigitte Maria Mayer, Berlin
Constantin Meyer, Köln
Thilo
Mössner,
Berlin
Ille
Oelhaf, Hamburg
Martin
Pudenz, Frankfurt
Stephan
Reusse, Köln
Valentin
Schwab, Karlstadt
Hermann
Stamm, Weimar
Manfred
Wigger, Hamburg
BACK
TO KASSEL ist die dritte Ausstellung einer besonderen Reihe. Das
Konzept sieht vor, Kulturschaffende aus dem visuellen Bereich einzuladen,
die in Kassel geboren sind oder einst in Kassel studiert, gelebt
oder für längere Zeit hier gearbeitet haben. Allerdings
müssen sie seit mindestens fünf Jahren die Stadt verlassen
haben und 'in der neuen Heimat' auch erfolgreich sein.
Begonnen
hat die Reihe im September 2000 mit Künstlerinnen und Künstlern,
2001 dann waren es die Grafiker und Grafikerinnen und diesmal sollen
es die Fotografinnen und Fotografen sein, die zurück nach Kassel
in den Kasseler Kunstverein eingeladen werden.
Dabei
treffen ganz unterschiedliche Generationen und Positionen aufeinander.
Sicher ist für die meisten die Kunsthochschule (früher
HBK) der heimatliche Bezugspunkt und verantwortlich für die
verschiedenen Arbeitsrichtungen, die
jeder
dann eingeschlagen hat: dokumentarische Fotografie, Fotografie als
angewandte oder freie Kunst, oder experimentelle künstlerische
Fotografie. Schließlich hat die Hochschule für bildende
Künste seit Ende der 60er Jahre Fotografiegeschichte geschrieben
mit der Gründung der ersten eigenständigen Abteilung Fotografie/Film/Fernsehen
an einer Kunstakademie etwa, oder den international stark beachteten
Ausstellungen des 'Fotoforum' Kassel. Gunther Rambow und/oder Floris
Neusüss waren hier Lehrer und stehen für diese Entwicklung.
So
vielschichtig wie die Ausstellung
sein wird, will sie doch kein Resümee über den Stand der
Fotografie ziehen, sondern will vielmehr einen Blick werfen in die
künstlerischen Biografien der 'Kasseler' Fotografinnen und
Fotografen.
BACK
TO KASSEL 3 - FOTOGRAFIE wird zur Kasseler Museumsnacht am 4. September
2004 eröffnet und
ist
damit ein echtes 'Klassentreffen', ein Wiedersehen in großem
kulturellen - und gesellschaftlichen wie kulinarischen - Rahmen.
Poetische Positionen
20. Mai – 18. Juli 2004
Kuratoren: Bernhard Balkenhol,
Jürgen O. Olbrich
Rémy
Markowitsch
"Bibliotherapy Meets Robinson Crusoe"

Daniel Behrendt,
D
Julien Blaine/DOC(K)S, F
Birgit Brenner, D
cARTed, F
Adib Fricke, D
Norbert Klassen, CH
Rémy Markowitsch, CH
Ursula Stremlow, D
Emmett Williams, USA
Michael Winkler, USA
Die Verbindung zwischen
den Begriffen 'Mensch, Natur und Technik' ist die Sprache, der Klang
und das Bild. Die menschliche Entwicklung, undenkbar ohne Sprache,
hat durch das Medium selbst Erfahrungen und Erkenntnisse transportiert.
Sprache hat nicht nur
alle anderen Medien beeinflusst und strukturiert, sondern auch die
Kultur selbst und deren Rezeption. Sie definiert die Rolle der Produzenten/Künstler
und sucht einen aktiven Rezipienten.
„Every picture tells
a story.“ Erzählungen erzeugen immer Bilder im Kopf,
die aus den Worten und sprachlichen Figuren hervorgehen und gleichzeitig
sehr eigen eingefärbt sind durch die Vorstellungs- und Erinnerungskraft
des Lesers. Das macht es Illustratoren und Filmemachern schwer,
die 'richtigen' Bilder einer literarischen Vorlage zu treffen. Begegnen
sich Sprache und Bild als Literatur und Kunst auf gleicher Augenhöhe
und bedienen sich einander, entsteht eine im wörtlichen Sinne
bildsprachliche Form von besonderer, transitorischer Qualität.
Adib Fricke "You Can Dump Me"
Der Kasseler Kunstverein
zeigt 10 'Poetische Positionen', sehr verschiedene künstlerische
Arbeiten, die jede auf ihre Art die Möglichkeiten der beiden
Systeme Bild und Sprache aufeinander beziehen. Dabei geht es nicht
darum, die Grenzen zueinander aufzuheben, sondern im Gegenteil,
gleichsam synergetische Effekte zu erzielen, die beides, die Geschichten,
wie das Geschichten-Erzählen, als Gegenstand der künstlerischen
Wahrnehmung aufladen.
Norbert
Klassen "Shop for Nothing"

Dementsprechend
ist das Spektrum von 'Poetische Positionen' sehr weit, nicht nur
was die Generationszugehörigkeit der beteiligten Künstler/innen
angeht, sondern auch inhaltlich. Es reicht vom Exposee auf der Wand
(Birgit Brenner) über die systematische Ableitung von Zeichen
aus Wörtern (Michael Winkler) bis zur Dekonstruktion von Sprach-
und Kommunikationssystemen (Adib Fricke). Man kann sich vorlesen
lassen (Rémy Markowitsch) und selber lesen (Ursula Stremlow),
kann schmökern (Julien Blaine), Kurzgeschichten in der Stadt
verteilt finden und dadurch selber ins Erzählen kommen (Daniel
Behrendt) und mitmachend in ein Netzwerk einsteigen (cARTed). Man
kann sich ein 'Nichts' kaufen (Norbert Klassen) oder sich von Rainer
Maria Rilke einen Ast in die Tasche stecken lassen (Emmett Williams).
2 aus ... Berlin: Frank Kästner
| Dierk Schmidt
7. März - 25. April 2004
Kurator: Peter Anders
Die Konzeption der Ausstellungsreihe
„2 aus ...“ sieht vor, dass jeweils ein Vorstandsmitglied
des Kasseler Kunstvereins als Kurator eine Stadt auswählt,
aus der dann zwei unabhängig voneinander arbeitende Künstler
zu einer gemeinsamen Ausstellung eingeladen werden. Peter Anders
hat sich in Berlin umgesehen und seine Wahl getroffen: Frank Kästner
(*1966) und Dierk Schmidt (*1965).
Frank Kästner
Der Berliner
Künstler Frank Kästner stellt in seinen Installationen
die vertraute Welt der Dinge auf den Kopf: ein Auto, eingesponnen
in einen Kokon aus Zuckerwatte, zerstückelte Fahnenmasten,
die wie Gliedmaßen über den Wänden liegen, eine
Luftschutzsirene, die auf Glasplatten ruht und so zu einem überdimensionalen
Kinderkreisel wird. Entscheidend für den raumbezogenen Arbeitsprozess
ist das Kombinieren von alltäglichen Gegenständen, Objekten
und Vorgängen. Denn die Ordnung des Alltags kehrt sich in den
Installationen um: Alltägliches verwandelt sich in Neues und
wird ungewöhnlich und absurd.
Die poetische Stimmung der Arbeiten, ihre bisweilen bezaubernde
Wirkung täuscht Harmlosigkeit nur vor.
Frank Kästners Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von Bezauberung
und Entzauberung, Alltäglichem und Einzigartigem, Bedrohlichem
und Fragilem. Für den Kasseler Kunstverein realisiert der Künstler
eine neue Installation.
Dierk Schmidt
"Ich weiß... was du nicht weißt 'When opinion becomes
an occasion for calculation'"
Dierk Schmidts
Malerei hat ihren Ausgang in der semiotischen Analyse des gemalten
Bildes als 'Maschine' genommen. Heute setzt er sich in seinen malerischen
und textuellen Arbeiten mit der kritischen Revision einer besonderen
Möglichkeit der Malerei auseinander: der Möglichkeit,
weit über das bloße Abbilden geschichtlicher Begebenheiten
hinaus, erneut mit einer erweiterten Definition des Historienbildes
zu arbeiten.
„Dierk Schmidts Arbeiten lässt sich als Konfrontation
unterschiedlicher 'Regime' von Repräsentation und Bedeutungsproduktion
beschreiben, die entgegen einem blossen Abbilden gesellschaftspolitischer,
ökonomischer und kunstspezifischer Realitäten dieses durchaus
streitbar kommentiert oder auch ironisiert. Als Träger seiner
Malerei nutzt Schmidt transparente PVC- und Spiegelfolie, einen
Bildträger bzw. ein reflexives 'Medium’, das fast prädestiniert
scheint, Transparenzen herzustellen und Überlagerungen aufzuzeigen.
Mit analytischer Schärfe und großer malerischer Kompetenz
durchleuchtet er die Verstrickungen unterschiedlicher Interessen
(-gruppen) in die visuelle wie gesellschaftliche Produktion von
Bedeutung“. (K. Rebbert)
Dierk Schmidt wird im Kasseler Kunstverein ebenfalls eine neue Arbeit
zeigen.
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